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Wie das größte Stadtbahnnetz Großbritanniens im Budget und vor dem Zeitplan realisiert wurde 

Seit fast zwei Jahrzehnten ist das MPT Joint Venture, ein Konsortium unter Beteiligung von Laing O’Rourke, eine tragende Säule der Erweiterung des Manchester-Metrolink-Netzes. Die langfristige Partnerschaft mit Transport for Greater Manchester (TfGM) war entscheidend dafür, die Größe des Systems zu verdreifachen. Grundlage dieses Erfolgs sind umfangreiche Erfahrung und ein konsequenter Fokus auf kontinuierliche Verbesserung.

Die Trafford Park Line war das jüngste und zugleich bedeutendste Projekt dieser Zusammenarbeit. Die komplexe 5,5 Kilometer lange Erweiterung durch das Herz des größten Handelsgebiets Europas war einzigartig. Es handelte sich um die erste Metrolink-Linie, bei der durchgehend moderne digitale Engineering-Methoden eingesetzt wurden. Das föderierte BIM-Modell stand dabei im Zentrum von Planung und Umsetzung.

Herausforderung: Ineffizienzen im manuellen Issuemanagement überwinden

Trotz ihrer Erfolge war dem Team des MPT Joint Venture klar, dass effizientere Arbeitsweisen notwendig waren. Der Anspruch, BIM bei der Trafford Park Line vollständig zu nutzen, machte ein zentrales Problem der bisherigen Prozesse sichtbar: das manuelle Management von Design-Issues.

Die Nachverfolgung von Issues in Excel-Tabellen stellte ein erhebliches Hindernis für Effizienz und Zusammenarbeit dar. Dies führte zu:

  • Verzögerter Kommunikation: Issues wurden nicht in Echtzeit geteilt. Dadurch entstand eine Verzögerung zwischen Identifikation und Lösung.
  • Mangelnder Transparenz: Wichtige Stakeholder, von Planern bis zum Auftraggeber, hatten keinen zentralen, aktuellen Überblick über alle Design-Issues.
  • Ineffizienten Workflows: Das manuelle Erfassen und Berichten von Issues war zeitaufwendig und vom Modell-Viewing getrennt.


Für ein Projekt dieser Größenordnung benötigte das Team eine Lösung, die manuelle Prozesse eliminiert und eine echte digitale Zusammenarbeit ermöglicht.

Lösung: Zentrales Issuemanagement mit BIMcollab

Das MPT Joint Venture führte BIMcollab als zentrale, cloudbasierte Plattform für BIM-Issuemanagement ein. Ziel war es, alle Projektbeteiligten zu vernetzen und sicherzustellen, dass alle mit derselben verlässlichen Datenbasis arbeiten.

Durch die Integration von BIMcollab in bestehende Software, insbesondere Navisworks über die BCF Managers, konnte das Team:

  • Echtzeit-Zusammenarbeit ermöglichen: Alle Nutzer konnten Issues gleichzeitig einsehen, kommentieren und nachverfolgen.
  • Die Issue-Erfassung optimieren: Digitale Ingenieure wie Lindsay Collier konnten Issues direkt im föderierten Modell identifizieren und erfassen.
  • Qualität und Planungssicherheit steigern: Das zentrale System machte es möglich, Erfahrungen aus früheren Projekten gezielt zu nutzen.


„BIMcollab ist ein hervorragendes Werkzeug, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten Issues frühzeitig erkennen und teilen können. Besonders bei Software, die das massenhafte Erfassen modellbezogener Issues nicht unterstützt, reduziert BIMcollab Wartezeiten erheblich und schafft frühzeitig Transparenz für Planer, Auftragnehmer und Auftraggeber. Die Live-Verbindung mit Navisworks über die BCF Managers sorgt dafür, dass das Erfassen von Issues kein separater Arbeitsschritt mehr ist.“

— Lindsay Collier, Digital Engineer, Laing O’Rourke

Ergebnisse: Deutlich verbesserte Infrastruktur, vor dem Zeitplan realisiert

Der Einsatz von BIMcollab und ein konsequent digitaler Ansatz führten zu einer spürbaren Steigerung von Effizienz und Abstimmung. Die Trafford Park Line wurde sechs Monate früher als geplant eröffnet.

Weitere Ergebnisse:

  • Fertigstellung vor dem Zeitplan: Die Trafford Park Line wurde sechs Monate früher als geplant eröffnet.
  • Höhere Qualität: Verbesserte Transparenz ermöglichte es, Fehler von Beginn an zu vermeiden.
  • Neuer Maßstab: Transport for Greater Manchester bezeichnete das Projekt als „das beste Infrastrukturprojekt des Teams innerhalb des zehnjährigen Programms“.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial moderne digitale Engineering-Methoden selbst bei komplexesten Bauvorhaben entfalten können.

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